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Unterwegs als Montessori-Reisefamilie

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Wichtige Punkte in meiner Arbeit sind das kindzentrierte Handeln und die Sicht auf das Kind. Wesentlich inspiriert und besonders geprägt hat mich da in meiner Laufbahn das pädagogische Konzept von Maria Montessori. Ihr Werdegang und ihr Handeln hat mich sehr beeindruckt und so habe ich das Montessori-Diplom erworben und setze das Konzept seitdem aktiv in meiner Arbeit ein.

Wie man die Grundgedanken Montessoris auch im Alltag leben kann, könnt ihr in dem lebendigen und spannenden Gastbeitrag von der Kindheits- und Montessoripädagogin Nadine Burges erfahren.

Viel Spaß beim Lesen
Marion

Familie auf dem Weg

Hallo und herzlich Willkommen bei Familie auf dem Weg: Mein Mann, unsere zwei Töchter und ich haben uns im Sommer 2020 entschieden, dass wir mehr Familienzeit statt „nur nebenher zu funktionieren“  in unserem Alltagsleben haben möchten.

Unser Weg raus aus dem Hamsterrad

Wir haben unseren Haushalt aufgelöst und die Mietwohnung gekündigt, mit C*rona ging dann alles eher schleppend, so waren wir 2021 noch sehr sporadisch unterwegs. Unter anderem die zehn Wochen in Griechenland bestätigten uns aber auf unserem Weg und seit Januar 2022 sind wir endlich langzeitreisend und schulfrei unterwegs und leben mehr Familienzeit.

Montessori in unserem Alltag mit Babys und Kleinkindern

Ich bin Nadine, Kindheits- und Montessoripädagogin und habe in unterschiedlichsten Einrichtungen (Krippe bis Grundschule) nach Montessori gearbeitet. Das Montessori-Diplom habe ich erworben, als ich das erste Mal schwanger war.

Von Anfang an begleitet uns die Philosophie und Pädagogik in unserem Alltag: Die wichtigsten Gegenstände der vorbereitete Umgebung für meine Babys bestand aus einem Aktivitätsbereich mit unterschiedlichsten Mobiles, einem rückengerechten Wickeltisch für uns und mit Leiter zum selbstständigen Ersteigen für die Kinder und schon bald auch einem Lernturm zum Mitarbeiten in der Küche.

Bewegung und Haltungen (laufen, sitzen…) wurden nie erzwungen, vielmehr durften sich alle in ihrer Geschwindigkeit das Pikler Dreieck und die weitere, vorbereitete Ja-Umgebung erarbeiten.

Routinen und Rituale

Mit zwei weiteren Einjährigen, die ich als Tagesmutter zu meiner eigenen Tochter betreute, integrierte ich sehr ritualisierte Routinen und Abläufe, um allen Kindern größtmögliche Selbstständigkeit zu ermöglichen und allen gerecht zu werden. Offene Regale mit ästhetischen, interessenbasierten Materialien (Steckspiele, Bausteine, Tierfiguren uä), kindgerechte Möbel und viel freie Draußenzeit unterstützten unsere friedlichen, strukturierten, gemeinsamen Tage sehr.

Mit unserer zweiten Tochter rutschten wir so richtig in alte Rollenklischees von Karriere beim Mann und Kinder bei mir… und das Hamsterrad wollte nicht mehr anhalten. Also sind wir den ganz schön holprigen Weg bis hierher gegangen und sind endlich unterwegs.

Nach Montessori unterwegs leben

Selbstständigkeit ist auch heute noch ein sehr wichtiger Punkt, so ist einer der ersten Schritte in einer neuen Unterkunft (bisher wohnen wir je mindestens 4 Wochen in einer Fewo bevor wir weiterziehen), diese so zu gestalten, dass unsere Töchter (4&7) größtmögliche Selbstständigkeit leben können.

Das beginnt mit einem Tritt, Hocker, umgedrehten Waschschüsseln o.ä. (manchmal muss man kreativ werden), die den Weg zum selbstständigen Hände waschen und den Toilettengang ermöglichen.

In der Küche greifen wir ebenso auf Tritte oder Stühle zurück, sodass Teilhabe und Mitarbeit beim Kochen und Backen gegeben ist.

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Wir bringen je eine Garnitur Kinderbesteck mit, inzwischen können beide Kinder mit fast allen Messern schneiden, sodass wir unser tolles Kinderschneidemesser erstmal „eingemottet“ haben, um so mit möglichst wenig Gepäck reisen zu können.

Wir haben zwei aufblasbare Reisekindersitze, diese nutzen wir auch als Sitzerhöhung am Esstisch, sonst kann man auch da gut kreativ werden und auf Kissen, Decken o.ä. zurückgreifen…Hauptsache Teilhabe auf Augenhöhe ist möglich.

„Spiel ist die Arbeit des Kindes.“

Beide Töchter haben ihre Lieblings(schlaf)kuscheltiere und Spielmaterialien dabei, Rituale wie die gemeinsame Arbeits-und Lernzeit am Morgen, Unternehmungen am Mittag, gemeinsame Familienmahlzeiten, das Sandmännchen und eine Einschlafmusik am Abend geben uns immer wieder Struktur und Halt in unserem Reisealltag.

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Für akademisches Lernen greifen wir auf eine Mischung aus klassischen Montessori und andere didaktische Materialien zurück. So nutzen wir z.B. gerne die Perlen- oder Rechenstäbchen und die beweglichen Buchstaben.

Fürs freie Spiel haben wir meist Lego, Kaplas und andere Holzbausteine, einige Schleichtiere, Spieltücher und Loose Parts (Muggelsteine, Grapat Mandalas) dabei. Alles kann und darf kombiniert werden, so entstehen immer wieder neue Spielwelten aus wenigen Zutaten und meine Töchter können sich ganz ins Spiel vertiefen und darin aufgehen.

Lebenslanges Lernen nach Interessen für alle

Durch unseren freien Alltag bleibt viel Zeit und Raum für die jeweiligen Interessen und Themen von allen: Museen und Ausstellungen zur Entstehung der Welt und den Dinosauriern besuchten wir auf Bornholm, in Berlin, Dresden und Tirol. Klettern, Baden, Natur und Strände entdeckten wir auf Bornholm, in Sachsen, Tirol und Griechenland.

Wir besuchen gerne interaktive Wissenschaftsausstellungen und Mit-Mach-Museen, so kann mit der Hand begriffen, ausprobiert und getestet werden, was das Gehirn begreifen möchte. In Heilbronn, Dresden, Berlin, auf Bornholm und in Athen: Überall haben die unterschiedlichen Häuser unterschiedliche Schwerpunkte und Themenfelder, sodass wir alle immer wieder dazulernen dürfen. Staunen, innehalten, reflektieren, philosophieren… wenn man erstmal einige Schritte eines unüblichen Weges gegangen ist, öffnet sich eine ganz neue Welt und auch wir Erwachsenen fangen (wieder) an Dinge zu hinterfragen.

Wir nutzen auch gerne Workshops und Angebote vor Ort: So haben beide Mädchen auf Bornholm einen Schwimmkurs besucht und an einem sehr familienfreundlichen Schwimmwettbewerb teilgenommen. In Berlin besuchten wir Museen mit Kreativangeboten und lernten eine Skulptur herzustellen, machten einen Linoldruck und gestalteten griechische Siegeskränze. In Tirol wurde schon ein Sommerprogramm geboten und dadurch an der Steinwand geklettert, der Wald und ein Reiterhof spielerisch entdeckt. In unserer Reisepause in der Heimat besuchten beide mehrere Kreativkurse (tonen, gestalten, malen) und einen Kindertanzkurs. Im Schwarzwald konnten beide Tiere auf dem Bauernhof versorgen und durften Pony reiten.

Genauso wie volle interaktive Tage mit vielen Reizen, haben wir auch sehr ruhige, zurückgezogene Tage: Freies spielen und kreativ sein, mehr Medienzeiten oder ein Familienfilmabend, auf die Balance kommt es an und das die Bedürfnisse aller gesehen und berücksichtigt werden.

Der vorbereitete Erwachsene

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Denn ich kann auch nur dann der vorbereitete Erwachsene sein, Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse meiner Kinder haben und Ruhe für die wichtigen Beobachtungen ihres Tuns und ihrer Interessen haben, wenn ich in mir Ruhe und meine Bedürfnisse erfüllt sind.

Wie Montessori die Rolle des vorbereiteten Erwachsenen beschrieben hat, hat Marion im folgenden Blogartikel näher erläutert:

Selbstständigkeit = Selbstwirksamkeit = Selbstvertrauen = Selbstbewusstsein

Im Alltag erleben unsere Kinder viel Selbstwirksamkeit: Sei es bei den unterschiedlichen Tätigkeiten im Haushalt (kochen, backen, kreativ sein, aufräumen, Blumen/Gartenpflege…) oder selbstständige Gänge zum Bäcker oder Supermarkt, auch wenn die Sprache unbekannt ist. Inzwischen gehen sie auch sehr offen auf fremde Erwachsene und Kinder zu, wenn sie eine Frage haben oder mit diesen spielen möchten. Ebenso sind sie an wichtigen Entscheidungsprozessen beteiligt, so war es z.B.  der Wunsch unserer Großen, ihren Geburtstag in Griechenland zu feiern und wir konnten das entsprechend berücksichtigen und planen. Vom Spruch „unser Alltag ist ihre Kindheit“ halte ich nicht sehr viel, denn genauso ist der Alltag unser aller Leben und auch ich als Erwachsene darf jeden Tag dazulernen, wachsen und neue Erfahrungen machen. So darf bei uns jeder nach seinen Möglichkeiten Vorschläge machen, mitentscheiden und gemeinsam finden wir den für uns passenden – unseren Weg.

Wo kann ich euren Weg mitverfolgen und mir Impulse für unseren Alltag holen?

Wenn du ein paar Eindrücke unserer Erlebnisse, Impulse zum Spielen, Lernen und Leben und theoretischen und praktischen Input zu Montessori bekommen möchtest, dann freue ich mich sehr, wenn du mal bei mir auf Instagram @familieaufdemweg vorbeischaust, nach und nach wird sich auch mein Blog auf meiner Webseite füllen.

Herzliche Grüße und es freut mich sehr, dass du bis zum Ende durchgehalten hast 😉

Deine Nadine

Nadine Burges
Kindheits- und Montessoripädagogin
www.familieaufdemweg.com

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